Sozialpolitik wieder auf die Tagesordnung setzen

08. Juli 2012 | Sozialpolitik

Wendelstein – Sozialpolitik war das Thema der letzten Mitgliederversammlung der SPD Wendelstein am vergangenen Dienstag. Andreas Graf, Kreisgeschäftsführer des VDK Roth-Schwabach, stellte die regionalen Aktivitäten des größten Sozialverbands in Deutschland vor und plädierte dafür, soziale Themen wieder auf die Tagesordnung zu setzen.

Graf, der auch Grußworte des Vorsitzenden des VDK-Kreisverbands Roth-Schwabach Otto Heiß überbrachte, gab zunächst Auskunft über die vielfältigen Aktivitäten seines Verbands im Landkreis: Für die über 8500 Mitglieder, die in 17 Ortsverbänden organisiert sind, erbringe man jedes Jahr mehrere tausend Beratungen. Irente Jantschke, Vorsitzende des VDK-Ortsverbands Wendelstein verwies in diesem Zusammenhang auf die Außensprechtage des VDK an jedem 1. Donnerstag im Monat im Wendelsteiner Taglöhnerhaus. Die Rechtsberatung verhelfe den Betroffenen häufig zu ihrem Recht gegenüber Behörden, gerade wenn es um finanzielle Leistungen gehe. Allein im Kreisverband Roth-Schwabach seien über 350.000 Euro an Nachzahlungen erstritten worden, so Graf in seinem informativen Vortrag. Eine weitere Aufgabe des VDK ist die politisch neutrale sozialpolitische Interessenvertretung auf Landes- und Bundesebene. Hinzu kommen vielfältige Dienstleistungen, beispielswiese für Rentner, Behinderte und deren Angehörige. Auch Freizeiten für Familien, Ausflüge und konkrete Hilfestellung in Form von Kursen, Selbsthilfegruppen und Qualifikationen gehören zu den Kernbereichen des VDK.

Im Rahmen konkreter Kampagnen wie aktuell „Pflege geht jeden an“ gelinge es dem VDK, die öffentliche Diskussion um wichtige Aspekte zu erweitern. Die Berücksichtigung der belastenden Situation der pflegenden Angehörigen konnte der VDK erfolgreich in die politische Debatte einbringen. Übergeordnetes Ziel sei es, den Rückzug des Sozialstaats zu verhindern und nicht alles der vielfach beschworenen Eigenverantwortung zu überlassen – gerade die Schwächsten in der Gesellschaft hätten hier das Nachsehen, so Graf. „Leider führt Sozialpolitik aber auch bei der SPD mehr und mehr ein Schattendasein.“, kritisierte er die Entwicklungen in der SPD.

Benjamin Waldmann, Vorsitzender der SPD Wendelstein, betonte, dass die soziale Gerechtigkeit als eines der Kernthemen der SPD wieder stärker ins Tagesgespräch eingebracht werden müsse. „Die soziale Demokratie ist es, die eine solidarische Gesellschaft ermöglicht – dafür müssen wir als SPD mit unserer Politik kämpfen.“

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