Bundesreform trifft die Stadt Roth und den Landkreis ins Mark

09. Dezember 2011 | Bundeswehr / Verteidigung

LANDKREIS ROTH - Das monatelange Zittern hat sich letztendlich nicht bezahlt gemacht. Die Bundesreform trifft die Stadt Roth und den Landkreis ins Mack. Im ganzen Bundesgebiet muss kein Standort vergleichbare Einschnitte verkraften.

Angesichts des wirtschaftlichen Schadens, welchen der Weggang großer Truppenteile mit sich führt, fordert auch die SPD-Kreistagsfraktion finanzielle Strukturhilfen für die hiesige Region. „In Roth findet die Bundewehr ideale Bedingungen“, die Überzeugung von Roths Altbürgermeister Richard Erdmann bestätigten auch Bundeswehrangehörige in vielen Gesprächen. Umso größer war das Unverständnis der SPD-Kreisräte, warum gerade Roth als größter bayerischer Standort nun derart reduziert werden soll. Die Verlagerung der Offiziersschule von Fürstenfeldbruck nach Roth bringe zwar langfristig einen Prestigegewinn mit sich, wie der ehemalige MdL Peter Hufe bemerkte.

Wirtschaftliche Verluste „Davon kaufen kann sich hier allerdings niemand etwas“, rechnete die Fraktionssprecherin die wirtschaftlichen Verluste für Einzelhändler, mittelständische Handwerker aber auch Immobilienbesitzer vor. So wird unter anderem die Zahl der Dienstposten deutlich reduziert. Mit Blick auf den finanziellen Schaden des Bundeswehr-Rückzugs bekräftigte der stellvertretende Kreisvorsitzende Sven Ehrhardt die Forderung vieler der betroffenen Gemeinden, mit Geldern beim Aufbau neuer Infrastrukturen und alternativer Nutzungskonzepte unterstützt zu werden. Hilpoltsteins Bürgermeister Markus Mahl befürchtete „enorme Auswirkungen für unser Vereinsleben“, müssten zeitnah doch viele Vereinsverantwortliche abziehen. Die Offiziersschule könne diesen Verlust Ehrenamtlicher nicht kompensieren, beklagte auch Rodarius. Die Offiziersanwärter kommen jeweils nur befristet auf Lehrgangsbasis in die Kreisstadt, bevor sie an ihre endgültigen Einsatzorte versetzt werden.

Zeitrahmen ist wichtig Wie der Wegzug von Armeeteilen aufgefedert oder gar positiv genutzt werden könne, demonstrierte Wendelsteins Altbürgermeister Wolfgang Kelsch seinen Kreisratskollegen bei einer gemeinsamen Besichtigung des Gewerbeparks Nürnberg-Wendelstein-Feucht. 20 Jahre nach dem Wegzug der Amerikaner floriert das durch einen kommunalen Zweckverband betriebene Gewerbegebiet an der A6 und rechnet sich mittlerweile für die betroffenen Gemeinden. Ähnliches könne auch mit nicht mehr genützten Teilen des Fliegerhorsts erreicht werden, machte der Geschäftsführer der Rother Unternehmerfabrik, Karl Scheuerlein auf der letzten Fraktionssitzung Mut. Die SPD-Kreisräte appellierten zum Abschluss, dass nun schnell Klarheit geschaffen werden müsse, welche Flächen innerhalb welchen Zeitraums für eine wirtschaftliche Nutzung zur Verfügung stehen werden.

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